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Wissenschaft & Medien
Neue Verschlußtechnik für Konservengläser für Klein- und Mittelbetriebe
Es ist durch einfachste Verschlusstechnik erstmals die Möglichkeit gegeben, dass alle Fleischereien, die bisher keine große Konservenfabrikation bzw. Konservenfabrik betrieben haben, im kleinen Rahmen diese Möglichkeit der Geschäftserweiterung innerhalb der bereits vorhandenen Produktionseinrichtungen eine Konservenfabrikation anfangen können.
Es handelt sich um eine neue patentierte einfachste Art, Glaskonserven herzustellen. Wir verwendeten dafür einen einfachen, konisch geformten Kopf, der per Hand auf die bereitgestellten Gläser gedrückt wird: Da es sich hier um einen atmenden Verschluß handelt, atmend heißt, im Konservierungsvorgang kann die im Glas befindliche Luft bzw. Sauerstoff entweichen. Dadurch sind Fehlerquoten bzw. Bombagen, die im Zusammenhang mit dem Verschließen entstehen, fast ausgeschlossen.
Kurzbeschreibung der praktischen Anwendung
Sie füllen die Gläser mit dem bereits in Ihrem Betrieb vorhandenen Wurstbrät, z. B. Leberwurst, Presssack, Schmalzfleisch-Jausenfleisch usw. Das Füllen erfolgt entweder per Hand, oder wenn vorhanden, mit der Wurstspritze. Hierbei müssen Sie lediglich beachten, dass der Abstand des eingefüllten Wurstbrätes zum oberen Glasrand mindestens 1 cm bis höchstens 2 cm betragen soll (dieser Abstand ist zur Bildung des Vakuums notwendig).
Auf diese bereits gefüllten Gläser legen Sie die bereitgelegten Deckel nach unten umgebörtelt und das Glas ist verschlossen. Man kann hier bei einiger Übung in der Stunde 600 – 800 Gläser per Hand leicht verschließen. Bei einer Ausweitung des Geschäftes bieten wir einen sehr preiswerten Halbautomaten an. Nun werden die so verschlossenen Gläser am zweckmäßigsten in einem Einkochtopf mit Temperaturregelung und Zeitregelung eingekocht. Sie können also mit einem so kleinen Kochtopf nebenher im Anfangsstadium bzw. in der Aufbauphase dieses Geschäftszweiges täglich ohne Mühe 80 bis 100 Gläser konservieren.
Weitere Vorteile
Ein weiterer großer Vorteil ist folgender: Sie können diese erste Neuheit auch in Ihrem Ladengeschäft zum Kauf anbieten. Sie helfen Ihren Kunden dabei in Zukunft, schneller, billiger und um vieles einfacher den gesamten Einkochvorgang von Obst, Gemüse oder Marmeladen abzuwickeln, d.h. im Klartext, Ihr Kunde kann die von Ihnen verwenden Gläser im Zusammenhang mit dem Verschlusskopf (Bio-Schließer) als echtes, vollwertiges Verschlusssystem zur Haushaltskonservierung verwenden und er spart sich durch die Verwendung Ihrer Gläserwurstwaren bzw. Fertiggerichte viel Geld, schont die Umwelt – Recycling -, da er diese Gläser nachher in der Haushaltskonservierung wieder voll verwenden kann.
Presseinformation aus: Deutscher Fleischer-Kurier Nr. 36 vom 6. September 1986, Seite 9
Spipa Verschlusssystem, Überprüfung auf Vorteilhaftigkeit und Sicherheit
Beurteilung
Pasteurisieren und Sterilisieren von Lebensmitteln setzen nicht nur die Hitzeabtötung mikrobieller Keime voraus, sondern auch die sichere Vermeidung von Rekontamination durch naträgliches Eindringen vermehrungsfähiger Keime in das bereits haltbar gemachte Lebensmittel. Dies kann durch sog. "Luftziehen" auch bei herkönnlichen Einmachgläsern geschehen, wenn sich z. B. zwischen Glasdeckel-Rand und Gummiring-Dichtung oder zwischen Rand des Glasbehältnisses und Gummiring-Dichtung unscheinbarste, aber luftdichten Verschluß verhinderne Substanzen befinden. Mitunter geschieht dies auch dann, wenn sich die Gummiringdichtungen infolge wiederholter Verwendung zu sehr ausgedehnt haben.
Gegenüber dem herkömmlichen Einmachglas-System bietet das spipa-System den Vorteil, daß sich kostenfrei anfallende Einweggläser variierender Form und Größe wiederverwenden lassen. Verschlußdichte und hygienische Qualität sind gesichert, wenn:
Professor Dr. G. Pfeiffer
Technische Universität München-Weihenstephan, Institut für Ernährungswissenschaft, Lehrgebiet Brommatologie - Technologie der Nahrung, Vorstand Prof. Dr. Gottfried Pfeiffer am 23.05.1987





