spipa-Einkoch-Deckel 68 mm für Obst & Gemüse (10 Stück). Das Verschliessen der spipa-Einkoch-Deckel ist nur mit dem Bio-Schliesser pat. möchlich.
Bio-Schliesser pat.
Bio-Schliesser (Verschlusspatent) zur Konservierung für Obst, Gemüse, Marmelade, Fleisch, Wurst, Suppen. Eigene Herstellung von Glas-Konserven.
Der Verschlusskopf 83/68 mm dient zum Schliessen der Einmachgläser (Deckel) Omnia 83 mm und 68 mm beim Konservieren von Obst, Gemüse und Fleisch (bei Fleisch roter Gummidichtung).
Das spipa-Verschlusssystem eignet sich ideal für Haushalt, Klein- und Mittelbetriebe zur Herstellung von Glaskonserven. Ohne Investition in Maschinen können Klein- und Mittelbetriebe z. B. Metzger, Selbtsvermarkter usw. Obst-, Gemüse-, Fleisch- und Wurstkonserven in höchster Qualität produzieren. In einer Stunde kann man ca. 600 Gläser per Hand verschliessen.
Da es sich bei dem spipa-Einkochsystem um einen atmenden Verschluss handelt, kann die im Glas befindliche Restsauerstoffmenge entweichen. Dadurch wir ein höchstmögliches Vakuum erreicht.
Die Köpfe sind aus Aluminium hergestellt.
Gebrauchsanweisung:
- Auf das gefüllte Glas legen Sie den dazugehörigen Deckel.
- Auf das Glas mit Deckel legen Sie waagrecht das Verschlussgerät, dann müssen Sie mit beiden Händen gleichmäßig auf den Verschlusskopf drücken, bis Sie merken, dass der Deckel festsitzt.
- Beim Abnehmen des Verschlusskopfes legen Sie beide Daumen in die obere Verschlusskopf-Öffnung gegen den Deckel. Mit den 4 Fingern der rechten und linken Hand ziehen Sie den Kopf nach oben weg und dadurch ist das Glas verschlossen. Nach Beendigung des Verschlussvorganges darf der Deckel nicht mehr gedreht werden.
- Das Einmachgut wird jetzt im üblichen Verfahren sterilisiert, bitte beachten Sie hierbei, dass das Glas völlig mit Wasser bedeckt ist.
Anleitung zur Konservierung:
- Die Gläser und die Deckel sollten mit heißem Wasser vollständig gereinigt werden.
- Das Einmachgut darf nicht bis zum Glasrand gefüllt werden. Mindestabstand soll 10 mm sein - höchstens 25 mm, sonst bildet sich kein Vakuum.
- Setzen Sie den Deckel auf das Glas und verschließen Sie es in der vorher beschriebenen Weise.
- Dann legen Sie die Gläser vorsichtig in den Einkochtopf, in dem Sie die Sterilisation vornehmen. Sie können die Gläser ohne weiteres aufeinandersetzen, es müssen jedoch alle Gläser völlig mit Wasser bedeckt sein. Die Wassertemperatur im Einkochtopf soll 10 bis 20 Grad höher sein, als der Inhalt des Glases (Nicht unbedingt notwendig, aber für die Qualität des Inhaltes besser).
- Erhitzen Sie das Wasser im Einkochgerät jeweils bis zur vorgeschriebenen Temperatur je nach Inhalt des Glases. Nach Erreichung der vorgeschriebenen Wassertemperatur Kontrolle durch Thermometer. Halten Sie diese Temperatur je nach Inhaltsart.
- Nach Beendigung des Sterilisationsvorganges vermindern Sie die Wassertemperatur langsam durch Zugeben von Kaltwasser. Man muß darauf achten, dass das zugeführte Kaltwasser nicht direkt das Einkochglas berührt, da es sonst platzt. Man kann den Topf auch beiseite stellen und abkühlen lassen oder mit einem Glasheber sofort herausheben. Der Abkühlvorgang ist notwendig wegen der Vakuumbildung.
- Nach Beendigung dieser beschriebenen Vorgänge können Sie die Vakuumbildung dadurch erkennen, dass der Deckel eine kleine Mulde bildet.
Sterilisationszeiten:
| Art |
Zeit |
Temperatur |
| Stachelbeeren |
20 Min. |
85 ° |
| Johannisbeeren |
20 Min. |
80 – 85 ° |
| Erdbeeren |
20 Min. |
80 – 85 ° |
| Brombeeren |
10 Min. |
80 – 85 ° |
| Himbeeren |
10 Min. |
80 – 85 ° |
| Blaubeeren |
15 Min. |
80 – 85 ° |
| Weintrauben |
20 Min. |
80 ° |
| Sauerkirschen |
20 Min. |
80 – 85 ° |
| Pfirsiche |
25 Min. |
80 – 85 ° |
| Kirschen |
20 Min. |
85 ° |
| Aprikosen |
25 Min. |
80 – 85 ° |
| Pflaumen |
20 Min. |
80 – 85 ° |
| Birnen |
30 Min. |
90 ° |
| Äpfel |
20 Min. |
80 ° |
| Gurken |
30 Min. |
85 ° |
| Fleisch |
120 Min. |
Kochtemperatur |
| Schmalzfleisch |
120 Min. |
Kochtemperatur |
Die Sterilisationszeit ist für 1 l Glas-Inhalt bestimmt. Beim Fleisch ( oder fettigem Inhalt) muß man die Deckel mit rotem Gummiring verwenden.
Presseinformation aus: Deutscher Fleischer-Kurier Nr. 36 vom 6. September 1986, Seite 9
Neue Verschlußtechnik für Konservengläser für Klein- und Mittelbetriebe
Es ist durch einfachste Verschlusstechnik erstmals die Möglichkeit gegeben, dass alle Fleischereien, die bisher keine große Konservenfabrikation bzw. Konservenfabrik betrieben haben, im kleinen Rahmen diese Möglichkeit der Geschäftserweiterung innerhalb der bereits vorhandenen Produktionseinrichtungen eine Konservenfabrikation anfangen können.
Es handelt sich um eine neue patentierte einfachste Art, Glaskonserven herzustellen. Wir verwendeten dafür einen einfachen, konisch geformten Kopf, der per Hand auf die bereitgestellten Gläser gedrückt wird: Da es sich hier um einen atmenden Verschluß handelt, atmend heißt, im Konservierungsvorgang kann die im Glas befindliche Luft bzw. Sauerstoff entweichen. Dadurch sind Fehlerquoten bzw. Bombagen, die im Zusammenhang mit dem Verschließen entstehen, fast ausgeschlossen.
Kurzbeschreibung der praktischen Anwendung
Sie füllen die Gläser mit dem bereits in Ihrem Betrieb vorhandenen Wurstbrät, z. B. Leberwurst, Presssack, Schmalzfleisch-Jausenfleisch usw. Das Füllen erfolgt entweder per Hand, oder wenn vorhanden, mit der Wurstspritze. Hierbei müssen Sie lediglich beachten, dass der Abstand des eingefüllten Wurstbrätes zum oberen Glasrand mindestens 1 cm bis höchstens 2 cm betragen soll (dieser Abstand ist zur Bildung des Vakuums notwendig).
Auf diese bereits gefüllten Gläser legen Sie die bereitgelegten Deckel nach unten umgebörtelt und das Glas ist verschlossen. Man kann hier bei einiger Übung in der Stunde 600 – 800 Gläser per Hand leicht verschließen. Bei einer Ausweitung des Geschäftes bieten wir einen sehr preiswerten Halbautomaten an. Nun werden die so verschlossenen Gläser am zweckmäßigsten in einem Einkochtopf mit Temperaturregelung und Zeitregelung eingekocht. Sie können also mit einem so kleinen Kochtopf nebenher im Anfangsstadium bzw. in der Aufbauphase dieses Geschäftszweiges täglich ohne Mühe 80 bis 100 Gläser konservieren.
Weitere Vorteile
Ein weiterer großer Vorteil ist folgender: Sie können diese erste Neuheit auch in Ihrem Ladengeschäft zum Kauf anbieten. Sie helfen Ihren Kunden dabei in Zukunft, schneller, billiger und um vieles einfacher den gesamten Einkochvorgang von Obst, Gemüse oder Marmeladen abzuwickeln, d.h. im Klartext, Ihr Kunde kann die von Ihnen verwenden Gläser im Zusammenhang mit dem Verschlusskopf (Bio-Schließer) als echtes, vollwertiges Verschlusssystem zur Haushaltskonservierung verwenden und er spart sich durch die Verwendung Ihrer Gläserwurstwaren bzw. Fertiggerichte viel Geld, schont die Umwelt – Recycling -, da er diese Gläser nachher in der Haushaltskonservierung wieder voll verwenden kann.
Technische Universität München-Weihenstephan, Institut für Ernährungswissenschaft, Lehrgebiet Brommatologie - Technologie der Nahrung, Vorstand Prof. Dr. Gottfried Pfeiffer am 23.05.1987
spipa Verschlußsystem
Überprüfung auf Vorteilhaftigkeit und Sicherheit
Beurteilung
Pasteurisieren und Sterilisieren von Lebensmitteln setzen nicht nur die Hitzeabtötung mikrobieller Keime voraus, sondern auch die sichere Vermeidung von Rekontamination durch naträgliches Eindringen vermehrungsfähiger Keime in das bereits haltbar gemachte Lebensmittel. Dies kann durch sog. "Luftziehen" auch bei herkönnlichen Einmachgläsern geschehen, wenn sich z.B. zwischen Glasdeckel-Rand und Gummiring-Dichtung oder zwischen Rand des Glasbehältnisses und Gummiring-Dichtung unscheinbarste, aber luftdichten Verschluß verhinderne Substanzen befinden. Mitunter geschieht dies auch dann, wenn sich die Gummiringdichtungen infolge wiederholter Verwendung zu sehr ausgedehnt haben.
Gegenüber dem herkömmlichen Einmachglas-System bietet das spipa-System den Vorteil, daß sich kostenfrei anfallende Einweggläser variierender Form und Größe wiederverwenden lassen. Verschlußdichte und hygienische Qualität sind gesichert, wenn:
- die Ring-Dichtungsmasse an der Innenseite des Deckels weder verunreinigt, noch beschädigt ist;
- der Stützring der Glasmündung ausreichend erhaben und profiliert ist;
- das Verschlußsystem gemäß Gebrauchsanweisung angebracht und durch 30 sec. langes Umstürzen der Gläser kontrolliert wurde;
- die auch beim Einmachen in herkömmlichen Gläsern vorgeschriebenen Erhitzungsbedingungen erfüllt werden.
Das spipa-System ist eine interessante Innovation, und zwar nicht nur für den Privathaushalt, sondern bestimmt auch für Metzgereien. Hausfrauen, denen das spipa-System vorgestellt wurde, waren vor allem von der Wiederverwendbarkeit von Einweggläsern verschiedener Form und Größe sowie von der Einfachheit angetan, mit der sich die Verschlüsse anbringen und öffnen lassen.(Professor Dr. G. Pfeiffer)